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Schweriner Bauklön – Präsident Thomas Maync fordert weitere Deregu­lie­rung, schnellere Ver­fahren und ein starkes Bau­ministerium

PRESSEINFORMATION

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(Schwerin, 26.08.2026) Der Präsident des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern e. V., Dipl.-Ing. (FH) Thomas Maync, begrüßte am Mittwoch zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kammern und Verbänden zum traditionellen Schweriner Bauklön. In seiner Ansprache zog Maync wenige Wochen vor der Landtagswahl eine gemischte Bilanz der vergangenen Wahlperiode und formulierte zugleich klare Erwartungen an die künftige Landesregierung.

„Mit der Novellierung der Landesbauordnung hat die Landesregierung wichtige Impulse für schnelleres und einfacheres Bauen gesetzt. Erleichterungen für Dachgeschossausbauten, Aufstockungen und Umnutzungen sowie Vereinfachungen bei Genehmigungsverfahren waren richtige Schritte“, erklärte Maync. Positiv bewertete er zudem den konstruktiven Dialog zwischen Landesregierung und Bauwirtschaft. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Wohnungsbau nachhaltig zu beleben. Hohe Bau- und Finanzierungskosten, komplexe Vorgaben und langwierige Verfahren verhinderten weiterhin zahlreiche Projekte. 

Mit Blick auf die aktuelle Branchenentwicklung verwies Maync auf die weiterhin angespannte Lage am Wohnungsmarkt. Der deutliche Anstieg der Baugenehmigungen dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Vorhaben bislang nicht umgesetzt würden. „Genehmigungen allein schaffen noch keine Wohnungen. Solange hohe Kosten und regulatorische Anforderungen Investitionen ausbremsen, bleiben viele Projekte liegen“, so der Verbandspräsident. 

Für die kommende Wahlperiode forderte der Bauverband einen konsequenten Bürokratieabbau. Bauvorschriften und Standards müssten stärker auf ihre Kostenfolgen und Praxistauglichkeit überprüft werden. Darüber hinaus seien schnellere und vollständig digitalisierte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ausreichend Personal in den Bauverwaltungen erforderlich. „Nach der Reform ist vor der Reform. Wenn wir mehr Wohnraum schaffen wollen, müssen Verfahren einfacher, schneller und verlässlicher werden“, betonte Maync. 

Als zentrale Forderung der Bauwirtschaft nannte er die Bündelung der baupolitischen Zuständigkeiten in einem starken Bauministerium. Wohnungsbau, Infrastruktur, Vergabe-, Klima- und Förderpolitik seien bislang auf mehrere Ressorts verteilt. „Nur mit Zuständigkeiten aus einer Hand lassen sich Planungen beschleunigen, Reibungsverluste vermeiden und Wohnungsbau wirksam voranbringen.“ 

Zugleich sprach sich Maync für eine stärkere Wohnungsbauförderung aus: „Baurechtliche Vereinfachungen allein werden die Probleme nicht lösen. Es braucht verlässliche Förderprogramme und stärkere Investitionsanreize. Bezahlbarer und sozialer Wohnungsbau müssen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.“

 

Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. ist der Zusammenschluss von Fachbetrieben des Bauhauptgewerbes und nahestehender Gewerke sowie weiterer Verbände, Unternehmen und Organisationen. Durch die Fusion des Baugewerbeverbandes und des Bauindustrieverbandes Mecklenburg-Vorpommern wurde er 2008 gebildet. Er versteht sich als Vertreter der Bauwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Ihr Ansprechpartner
Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
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Telefon: 0385 7418-0
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